Echos


DIRECCIÓN / REGIE / DIRECTING



- ENTRE RELATOS (Collected Stories) de Donald Margulies

Nominada a
MEJOR ESPECTÁCULO
MEJOR ACTRIZ
al VXIII Certámen Nacional de Teatro Professional Garancha de Rioja 2015



ENTRE RELATOS DE L’ESPECÍFICA: EL CUENTO DE VIVIR
Publicado en mayo 9, 2016

Por Juan Marea.
La literatura es el arte del que no se atreve a vivir sin contarlo a los demás. Entre los párrafos de un relato, el escritor alinea lo que acontece a su alrededor bien porque necesita entenderlo, porque desea protagonizarlo o incluso siente que debe reemplazar lo que verdaderamente ocurrió. Con su obra “Collected stories”, Donald Margulies revisita la historia eminentemente cinematográfica del choque generacional entre estrellas que enfrenta a la aspirante con la veterana y que halla en el acceso al éxito de la primera y el paralelo ocaso de la segunda su principal línea argumental. (…)
La Compañía L’Específica se ha instalado unos días en el Teatre Tantarantana barcelonés y logra convertir su espacio Àtic 22 en estilizado apartamento cuyo interiorismo es una acertada extensión del glamur dramático que lo llena de vida escénica con su versión del texto de Margulies. En las manos delicadas del director Hans Richter, los movimientos de las actrices Rachel Lascar y Dana Cáceres transpiran una sensualidad poco usual al combinar con inteligencia el elitismo de sus personajes (la prestigiosa autora judía Ruth y la voluntariosa alumna aventajada Lisa) y la profundidad de sus sentimientos.
Muy consciente de la fragilidad de las relaciones interpersonales, Richter sitúa en el centro de atención del espectador la tensión constante en este duelo de titanes que es “ENTRE RELATOS”, donde solo puede ganar una y tiene que ser la que dispare desde más lejos. El tránsito de la glacial Ruth del principio, como gata vieja de elegante figura, a la frontalidad de su ataque ante la perplejidad por la desnudez a que le somete su pupila, convirtiéndole en criatura literaria, brilla especialmente en el primer tramo del personaje y adquiere una amplia eficacia en la interpretación de Lascar. Por su parte, la conversión de la aparentemente ingenua Lisa va de menos a más: Si, al inicio, Cáceres se muestra algo insegura con ciertos tics interpretativos, a medida que va aprendiendo a medrar exhibe un perfil más y más seductor como engatusadora.
Por último, este triángulo tan resplandeciente que forman director y actrices acaba de delimitar la sutileza de sus trazos gracias al barniz distinguido que le otorga una puesta en escena cálida en su ambigüedad, el tratamiento musical jazzístico y unos cambios escénicos con cierto significado poético. (…)

Rachel Lascar como Ruth y Dana Cáceres como Lisa



- ECOS de Somset Teatro

La companyia Somset Teatro


Premio Mejor Dirección Festival Mutis Barcelona 2016
























- DER KREDIT (El Crèdit) de Jordi Galceran

Producción seleccionada para el Festival
100% Theater – Made in Hessen – 2015



ECHO ONLINE

19. Oktober 2014 | Von Petra Emmerich

(...) In seinem Stück "Der Kredit" zeigt der Katalane Jordi Galceran, wie Geld zum Katalysator gesellschaftlicher und psychischer Prozesse wird. Das bürgerlich geordnete Leben des Bankers Götz (Ulrich Sommer) gerät in Turbulenz durch den Kunden Anton Schmidt (Hans Richter), dessen Kreditantrag abgewiesen wurde. Schnell ist das Geschäftliche mit dem Privaten verknüpft: (...) Der Kampf soll auf dem archaischen Feld der Manneskraft fortgesetzt werden. (...) Die Machtverhältnisse zwischen Bittsteller und Kreditgeber kehren sich im Laufe der mit Pause eindreiviertelstündigen Aufführung um. Doch das ist noch nicht die letzte Wendung in dem Vexierspiel der Sieger- und Verliererrollen.
(...) Richter und Sommer verstehen in dieser Inszenierung des freien Darmstädter Theater Curioso ihr künstlerisches Handwerk. Jeder für sich und erst recht im Zusammenspiel. Der Zuschauer wird nicht abgespeist mit Typen. Er sieht Menschen. Man kann sie beobachten, wie ein Forscher seine Tiere in einer Versuchsanordnung. Reiz-Reaktions-Muster lassen sich studieren. Ist der eine noch die Ruhe selber, bekommt die Souveränität Schlagseite, sobald der andere nur eine Schwäche wittert. 
Beide verkörpern diese Umbruchssituationen feinfühlig und natürlich. Die subtile Präzision resultiert aus dem tiefen Verständnis für die emotionalen Entwicklungen, die die Figuren durchlaufen. So wird es beiden möglich, authentisch zu agieren, denn nicht die große Geste macht das große Theater aus. Dadurch kann sich der Wortwitz der Vorlage entfalten. Der studierte Philologe Jordi Galceran blickt in diesem erst vor einem Jahr herausgekommenen Stück scharf auf die Gesellschaft. So spitz seine Feder ist, bevorzugt er den humorvollen Ton, um seine kritische Botschaft mit Unterhaltungswert zu transportieren.
Der Zuschauer genießt im Theater Mollerhaus ein Spiel, in dem der herrscht, der zwei Züge vorausdenkt. Dabei wird ein Netz erkennbar, in dem jeder von jedem abhängig werden kann. Wissen ist Macht. Geld ist da nur eine Metapher.

Los Co-Directores: Ulrich Sommer como el banquero Götz
y Hans Richter como Anton Schmidt



- FLIRT de Jérôme Junod


Darmstädter Echo

Von Susanne Döring        17.10.2016

Dialog der Missverständnisse
Das Darmstädter Theater Curioso erkundet in einem Stück von Jérôme Junod Möglichkeiten der Liebe

DARMSTADT - Von Liebe ist außer im Untertitel des neuen Stücks von Jérôme Junod, das am Freitag im Mollerhaus im Exil vom Theater Curioso uraufgeführt wurde, erst einmal lange gar nicht die Rede. „Flirt oder So sehr vor Liebe berste ich, dass ich daran verrecken könnte“, stellt eine Versuchsanordnung dar, in der ein verliebtes Miteinander von Mann und Frau aktuell gezeigt wird, in inneren Monologen begleitet, in Retrospektiven erzählt, analysiert und in Möglichkeitsformen vorausgedacht und an der Wirklichkeit gemessen wird.
Das namenlose Paar, gespielt von Sabrina Czink und Ulrich Sommer, durchlebt alle Höhen und Tiefen einer kurzen Beziehung, in der vor allem über Freiheit geredet wird, über Unverbindlichkeit und Unabhängigkeit. Genau diesen bei beiden vorhandenen Unwillen, Verantwortung zu übernehmen und der Freiheit zu huldigen, werfen sich beide am Ende vor, als die Partnerschaft oder der Flirt oder auch nur der Sex vorbei sind.
Wie man das Ganze nun nennt, worauf die beiden sich da eingelassen haben, wissen sie selbst nicht so genau: „Was sind wir jetzt?“, fragt der Mann, „Sind wir ein Paar?“ Beide sagen nach der Trennung schließlich: „Ich liebe...“, werden aber sofort vom Gegenüber unterbrochen: „Sag’ es nicht.“
Überhaupt lässt der Schweizer Autor Junod vieles unausgesprochen. Sätze bleiben unvollendet, was zu Missverständnissen führt, auf deren Basis sich das Paar aber trotzdem gut weiter unterhalten kann. Czink und Sommer liefern sich in der Regie von Hans Richter einen schönen und nahtlosen Schlagabtausch. In drei Akten durchleben sie „Begegnung, Verbindung und Krise“ und füllen das manchmal zu konstruiert wirkende Experiment mit Leben. Kleine Not- und Höflichkeitslügen, die die Zuschauer aufgrund der ausgesprochenen Gedankengänge gleich entlarven können, bringen Witz ins Geschehen, das Herumräumen der Requisiten durch die Schauspieler sorgt für Bewegung in dem von Junod als „skizzenhafte Beziehungskomödie“ charakterisierten Stück.
Zum Ende der einstündigen Aufführung gibt’s eine Überraschung. Das Publikum darf zwischen drei verschiedenen Epilogen wählen: Wiedersehen nach vielen Jahren, Streit nach vielen Jahren oder Wagnis einer richtigen Beziehung. Mit starkem Applaus entschieden sich die Zuschauer am Sonntag für die Möglichkeit eines guten Endes.

Sabrina Czink como SIE y Ulrich Sommer como ER



- ICH BIN ER IST ICH de Hans Richter
Monólogo adaptado a partir de la novela Mein Name sei Gantenbein de Max Frisch


ECHO ONLINE

25. März 2013  | be

Auslotung der Identität

„Ich bin nicht Stiller!“, so beginnt der erste große Roman von Max Frisch („Stiller“). Das Ausloten der eigenen Identität ist auch Gegenstand von „Mein Name sei Gantenbein“: „Ein Mann hat eine Erfahrung gemacht, jetzt sucht er die Geschichte dazu…“.
Der Bühnenraum ist karg bestückt, nur ein Barhocker steht darin und eine dreigeteilte weiße Wand, die zusammengestellt ein Quadrat ergibt. Auch auf dem Boden sind mit weißem Band zwei große Quadrate geklebt: abgezirkelter Lebensraum. Ein Mann (Ulrich Sommer) befindet sich in dem Raum, alle Möbel, sagt er, seien mit weißen Tüchern bedeckt. „Ich sitze in einer Wohnung – meiner Wohnung“. Auf die weiße Fläche werden Bilder projiziert, Blusen und Hemden auf Bügeln – das deutet darauf hin, dass hier eine Frau und ein Mann gelebt haben.
„Lange kann’s nicht her sein“, sagt der Mann, „ich sehe Reste von Burgunder in einer Flasche, Inselchen von Schimmel auf dem samtroten Wein“. Was für eine Sprache. Der Mann erzählt weiter. Einmal landet er im Krankenhaus und erschreckt eine Krankenschwester, als er nachts nackt vor ihr steht und duschen will. Eine irrwitzige Verfolgungsjagd beginnt, eine von vielen Geschichten im Roman.
Diese wird auch in der knapp eineinhalbstündigen Bühnenfassung von Hans Richter erzählt. Und dann die Geschichte von Gantenbein, der sich vorstellt, seine Frau sei eine große Schauspielerin und er spiele nach einem Unfall einen Blinden, obwohl er noch sehen kann – das Leben als Spiel mit vielen Möglichkeiten und unterschiedlichem Ausgang, der Zauber, der von Geheimnissen ausgeht.
Ulrich Sommer füllt den Abend mühelos, mal erklärend dem Publikum zugewandt, dann, indem er das Gedachte vorspielt. Mit dem Blindenstock tastet er den Raum ab, simuliert kleine Pannen, die ihm als Blindem passieren, und die ihn auffliegen lassen könnten. Aber, so scheint es, nimmt es niemand mit der Wahrheit so genau wie ausgerechnet er, der Erfinder. Durch präzise Bewegungen, eine unaufgeregte Nutzung des Raums und einen wunderbaren Erzählfluss präsentieren Hans Richter (Regie) und Sommer den Roman in kurzer Form und dennoch in seiner ganzen Weite.
Der Mann sitzt im Zuschauerraum, sitzt zwischen uns und unseren Geschichten, die wir selbst in den Tag geträumt haben. Von dort aus betrachtet er am Ende die Bühne: „Alles ist wie nicht geschehen…, fernhin und dunkel das Herbstmeer, alles ist Gegenwart…Leben gefällt mir“.

Ulrich Sommer como Gantenbein